NCC-Website-FavourGround_04-2022_teaser_1161x490 Getragen durch die Gnade Gottes

Dies sind Notizen zur Predigt Getragen durch die Gnade Gottes, die Joseph Prince am Sonntag, dem 4. April 2021 im The Star Performing Arts Centre in Singapur gehalten hat. Wir hoffen, dass diese Predigtnotizen dich ermutigen werden!


Übersicht

  1. Einleitung: Durch das Kreuz hat Gott uns seine große Liebe erwiesen
  2. Die Auferstehung Jesu ist der Beweis unserer Gerechtigkeit
  3. Durch das vollendete Werk Jesu haben wir dauerhaften Zugang zu Gottes Gunst
  4. Wenn Gottes Gunst das bisschen berührt, das du hast, wird es zu mehr als genug
  5. Du wirst von Gnade getragen, weit über jeder Gewalt und Macht
  6. Ein Bewusstsein der Gunst Gottes schafft Intimität mit dem Herrn
  7. Übergabegebet
  8. Schlussgebet
  9. MACH ES DIR ZU EIGEN (Lebensanwendung)

Einleitung: Durch das Kreuz hat Gott uns seine große Liebe erwiesen

Heute, am Auferstehungssonntag, gedenken wir der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Das ist Grund zum Feiern!

Dein himmlischer Vater liebt dich. Sein größter Liebesbeweis fand vor zweitausend Jahren am Kreuz statt, als er seinen Sohn Jesus Christus sandte, um für dich zu sterben.

Doch Jesus ist für uns nicht nur am Kreuz gestorben – am dritten Tag ist er vom Grab auferstanden, und das ist der Grund, warum wir heute feiern können.

Die Auferstehung von Christus hat die alte Schöpfung (Sünde, Krankheit, Fluch und Tod) zu einem Ende gebracht und eine neue Schöpfung eingeläutet – ein Leben, das mit dem Auferstehungsleben von Christus erfüllt ist.

„... der um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist.“
Römer 4,25

„um unserer Übertretungen willen dahingegeben“ – Unsere Sünden sind der Grund, warum Jesus dahingegeben worden ist. Gott hat seinen Sohn nicht unwissend hingegeben. Er wusste, dass sein Sohn am Kreuz für unsere Sünden sterben würde, aber er hat ihn trotzdem gesandt, aus Liebe zu uns.

„Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“
Johannes 3,16

Gottes Liebe war der Beweggrund, dass er seinen Sohn gesandt hat, um am Kreuz für uns zu sterben. Der Lohn der Sünde ist der Tod (siehe Römer 6,23) und er will nicht, dass auch nur ein Mensch verloren geht (siehe 2. Petrus 3,9).

Der Lohn der Sünde ist der Tod; das Geschenk Gottes dagegen ist das ewige Leben (siehe Römer 6,23). Als der Tod kam, kamen auch Krankheiten und Gebrechen, doch das war nie der Plan für den Menschen gewesen. Gott hat den Menschen nicht dafür geschaffen, Krankheiten im Körper zu haben oder zu altern und zu sterben. Im Gegenteil, Gott betrachtet den Tod als einen Feind (siehe 1. Korinther 15,26).

Krankheiten, Gebrechen und der Tod kamen als Folge der Wahl, die Adam im Garten Eden getroffen hat. Der Mensch entschied sich, gegen Gott zu sündigen. Folglich wurde der Mensch von Gott getrennt.

Doch Gott hat das Kommen von Christus, der den Menschen wieder mit Gott versöhnen sollte, vorhergesagt.

An diesem Tag vor knapp zweitausend Jahren besiegte Jesus den Tod für uns, damit wir das ewige Leben in ihm haben können. Er, der keine Sünde begangen, keine Sünde gekannt und keine Sünde in sich gehabt hatte, nahm am Kreuz unseren Platz ein und wurde von Gott verflucht und bestraft. Nur so war unsere Errettung möglich, denn Gott ist gerecht und kann Sünde nicht übersehen. Gott hasst Sünde, aber er liebt den Sünder. Deshalb musste er seinen Sohn senden, um den gerechten Rechtsanspruch Gottes zu erfüllen.

Als Jesus gekreuzigt wurde, war es Mittag. Eigentlich hätte die Sonne zu der Zeit am hellsten strahlen sollen, aber in der Bibel steht, dass Finsternis über das ganze Land kam (siehe Markus 15,33). Der Mittag wurde zur Mitternacht. Jesus hat all die Finsternis und all das Leid getragen, das für uns bestimmt gewesen ist. Er hat den Preis bezahlt, den wir hätten bezahlen sollen, damit wir uns heute völliger Freiheit und Vergebung erfreuen können.

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Die Auferstehung Jesu ist der Beweis unserer Gerechtigkeit

„... der um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist.
Römer 4,25

„um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist“ – Wir müssen verstehen, warum Jesus gestorben ist und warum er auferstanden ist. Er ist am Kreuz wegen unserer Übertretungen gestorben, und er ist von den Toten unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden. Als Jesus am Kreuz ausrief: „Es ist vollbracht!“, war das Werk wirklich vollbracht. Unsere Sünden, der Fluch, Gottes Gericht – das alles ist im Grab geblieben. Er ist auferstanden, weil wir für gerecht erklärt worden sind.

Keine gute Tat kann uns in Gottes Augen je gerecht machen. All unsere Bemühungen können uns nie an Gottes Maßstab der Vollkommenheit heranbringen. Wir alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verfehlt (siehe Römer 3,23). Wir hätten die Vollkommenheit unmöglich erreichen können. Doch Jesus, die Vollkommenheit in Person, hat am Kreuz unsern Platz eingenommen.

„... der ausgeliefert wurde wegen unserer Vergehen, und der auferweckt worden ist, weil wir für gerecht erklärt worden sind.“
Römer 4,25 YLT

„auferweckt worden ist, weil wir für gerecht erklärt worden sind“ – Wäre Jesus nicht auferstanden, würde das bedeuten, dass wir nicht für gerecht erklärt wurden (siehe 1. Korinther 15,17). Die Auferstehung von Jesus ist der Beweis, dass wir heute freigesprochen sind. Wir sind gerecht. Heute können wir die volle Gewissheit haben, dass wir von Gerechtigkeit getragen werden!

„Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus“.
Römer 5,1

„ ... der ausgeliefert wurde wegen unserer Vergehen, und der auferweckt worden ist, weil wir für gerecht erklärt worden sind. Da wir nun für gerecht erklärt worden sind, aus Glauben, haben wir Frieden gegenüber Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.
Römer 4,25–5,1 YLT

DER GRÖSSTE SEGEN, DEN WIR HABEN KÖNNEN, IST FRIEDEN MIT GOTT DURCH JESUS CHRISTUS.

Jesus hat all unsere Sünden und die Strafe für unsere Sünden auf sich selbst genommen, damit uns völlig vergeben sein kann und wir Frieden mit Gott haben können.

Wenn du Frieden mit Gott hast, kannst du voller Hoffnung in die Zukunft blicken, weil du weißt, dass Gott nicht böse auf dich ist. Er ist auf deiner Seite und er ist für dich! Selbst wenn Schwierigkeiten deinen Weg kreuzen, kannst du die Gewissheit haben, dass dir alles zum Besten dient.

Lasst uns diesen Frieden mit Gott, den Jesus für uns erkauft hat, ganz bewusst ergreifen und genießen!

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Durch das vollendete Werk Jesu haben wir dauerhaften Zugang zu Gottes Gunst

Gnade ist Gottes unverdiente Gunst. Heute haben wir durch das vollendete Werk Jesu dauerhaften Zugang zu Gottes unverdienter Gunst, und zwar durch den Glauben.

„... durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.“
Römer 5,2

„... durch den wir aus Glauben auch Zugang zu dieser Gunst haben, in der wir stehen ...“
Römer 5,2 DARBY

KIND GOTTES, DU STEHST DAUERHAFT IN SEINER GUNST!

Heute hast du das Recht, auf Gnadenboden zu stehen. Gott hat für dich einen Platz der Gnade reserviert, und Jesus hat ihn für dich bezahlt. Begnügst du dich damit, dass dein Name auf diesem Platz steht, oder willst den Platz wirklich einnehmen? Willst du, dass die Gunst Gottes sich in jedem Lebensbereich ganz konkret bemerkbar macht?

Gott möchte, dass du seine Gunst in jedem Lebensbereich konkret erlebst. Was immer du tust, tue es in dem Wissen, dass du die Gunst Gottes hast und sie sich auf ganz praktische Weise zeigt.

Hier sind drei Bekenntnisse, die du jeden Tag über dich selbst aussprechen kannst, um im Glauben Gottes Gunst zu ergreifen:

  1. „Im Namen Jesu nehme ich meinen Platz auf dem Gnadenboden ein. Ich stehe heute auf Gnadenboden!“
  2. „Da ich auf Gnadenboden stehe, wird Gott für mich alles zum Guten führen. Ich bin ein Mann/eine Frau der Gunst.“
  3. „Da ich die Gunst Gottes habe, sitze ich unter dem Schirm des Höchsten, unter dem Schatten des Allmächtigen. Kein Unglück wird mir zustoßen und keine Plage wird sich meinem Wohnort nähern. Er hat seinen Engeln Befehl gegeben, dass sie mich behüten auf all meinen Wegen. Er sättigt mich mit einem langen, gesunden Leben und lässt mich schauen sein Heil“ (siehe Psalm 91,10-11+16).

Jesus hat es ermöglicht, dass wir aus Glauben Zugang zu Gottes Gunst haben. Jesus hat den Preis für uns bezahlt, sodass wir auf dem Gnadenboden stehen und Gunst bei Gott haben können.

Nun, da wir für gerecht erklärt worden sind, haben wir dieselbe Stellung wie Jesus, und Jesus steht in Gottes ungetrübter Gunst. Dieselbe Gunst, die er genießt, dürfen auch wir heute erleben (siehe 1. Johannes 4,17).

SO WIE JESUS IN GOTTES UNGETRÜBTER GUNST STEHT, SO AUCH DU HEUTE.

„... weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm [zur] Gerechtigkeit Gottes würden.
2. Korinther 5,19–21

Auch während seines öffentlichen Wirkens hier auf der Erde demonstrierte Jesus überall, wo er hinkam, die Güte Gottes (siehe Apostelgeschichte 10,38). Jesus teilte Gottes Heilung und Wunder frei aus. Daran können wir sehen, dass er nicht bloß Gebete erhört, sondern immer unendlich viel mehr tut, als wir je bitten oder verstehen können (siehe Epheser 3,20).

Gott möchte, dass du in einer Position der Ruhe bist, um seinen Segen zu empfangen. Gott ist ein Geber, nicht ein Nehmer. Sein Wunsch ist, dass du dich bei ihm bedienst. Lass dich von ihm beschenken, und nachdem du von ihm empfangen hast, gib und diene aus diesem Überfluss heraus.

Unter dem alten Bund des Gesetzes musste der Mensch arbeiten und sich abmühen, um etwas von Gott zu empfangen. Unter dem neuen Bund hingegen besteht unsere Rolle darin, zur Ruhe zu kommen und den Herrn in, durch und für uns arbeiten zu lassen. Deshalb können wir sagen: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus“ (Philipper 4,13)!

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Wenn Gottes Gunst das bisschen berührt, das du hast, wird es zu mehr als genug

Gott kann große Wunder mit dem bisschen tun, was wir in unseren Händen haben.

In 2. Könige 4,2–7 begegnet Elisa einer armen Witwe, die nicht mehr weiterweiß, weil ihr Mann gestorben ist und hohe Schulden zurückgelassen hat. Elisa fragt sie, was sie noch in Ihrem Haus übrig hat, und sie sagt, dass sie nichts weiter hat als einen Krug Öl.

Ähnlich in 2. Mose 4. Dort fragte Gott Mose, was er in seinen Händen hatte. Alles, was Mose hatte, war ein Stab (siehe 2. Mose 4,2), und Gott benutzte diesen Stab, um viele Wunder durch ihn zu vollbringen.

Heute fragt Gott dich: „Was hast du in deinen Händen?“

ENTSCHEIDEND IST NICHT, WIE WENIG DU HAST, SONDERN OB DIE GNADE GOTTES DARAUF LIEGT.

Elisa wies die Witwe an, so viele leere Gefäße wie möglich zu sammeln und sie mit dem Öl aus ihrem letzten Krug zu füllen. Solange sie das Öl weitergoss, brach der Versorgungsstrom nicht ab.

Darin liegt eine Lektion für uns. Wir sind keine Kinder Adams mehr, sondern Kinder Gottes, und als solche stehen wir auf Gnadenboden. Das heißt, wir agieren nicht innerhalb der Beschränkungen dieser Welt. Wenn Menschen der Welt etwas von sich selbst geben, werden sie ausgelaugt und müde. Wenn wir hingegen das, was wir haben, im Dienst für den Herrn geben, haben wir hinterher mehr als vorher. Je mehr Zeit, Energie, Liebe und Geld wir dem Herrn geben, desto mehr bekommen wir zurück. Das ist es, was es heißt, von seiner Gnade getragen zu werden.

Durch ein Wunder floss das Öl aus dem Krug der Witwe immer weiter. Der Fluss des Öls hörte erst auf, als die Witwe keine Gefäße mehr hatte, in die sie es gießen konnte (siehe 2. Könige 4,6). Sie war diejenige, die Gottes Versorgung begrenzte.

Derselbe Prophet gab kurz vor seinem Tod Anweisungen an Joas, dem damaligen König von Israel. Und zwar wies er ihn an, einen Bogen und Pfeile zu holen und die Pfeile auf den Boden zu schlagen, denn das waren Gottes Pfeile der Befreiung für Israel. Als Joas den Boden nur drei Mal schlug, wurde Elisa zornig und sagte: „Du hättest fünf oder sechs Mal auf den Boden schlagen sollen!“ (siehe 2. Könige 13,19). Da der König den Boden nur drei Mal schlug, hatte er nur drei Siege über seine Feinde. Der König beschränkte Gott.

Genauso in Psalm 78,41b. Dort steht in der englischen King James Bibel, dass die Kinder Israels Gott und seine Wunder „beschränkten“. Gott wollte sie noch viel mehr beschenken, doch sie beschränkten Gott.

Heute ist Gottes Gunst dir gegenüber unbeschränkt. Der Herr segnet dich immer. Er überschüttet dich mit seiner Versorgung und rüstet dich aus, und er möchte noch so viel mehr in und durch dich tun.

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Du wirst von Gnade getragen, weit über jeder Gewalt und Macht

Joseph Prince erinnert die Gemeinde daran, jeden Tag Epheser 1,17–21 zu beten – eine Praktik, die er uns schon von Anfang des Jahres an empfohlen hat:

„... erleuchtete Augen eures Verständnisses, damit ihr wisst, was [1] die Hoffnung seiner Berufung und was [2] der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist, was auch [3] die überwältigende Größe seiner Kraftwirkung an uns ist, die wir glauben … Die hat er wirksam werden lassen in dem Christus, als er ihn aus den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten … hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der zukünftigen“.
Epheser 1,18–21

„die Hoffnung seiner Berufung“ – Uns allen ist eine Berufung mit in die Wiege gelegt worden. Jeder Teil von uns wurde für die Berufung geschaffen, die Gott für uns hat. Du hast eine Berufung im Leben, die nur du erfüllen kannst.

„der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen“ – Um die Hoffnung seiner Berufung und den Reichtum seiner Herrlichkeit sehen zu können, müssen unsere inneren Augen geöffnet werden. Wir werden uns dieser Dinge nicht durch Studium oder gute Taten bewusst, sondern durch Gebet.

Heute wollen wir unser Augenmerk besonders auf den dritten Teil dieses Gebets richten:

„die überwältigende Größe seiner Kraftwirkung an uns ist, die wir glauben … Die hat er wirksam werden lassen in dem Christus, als er ihn aus den Toten auferweckte“ – Dieses Gebet in Epheser 1 (dass die Augen unseres Verständnisses erleuchtet werden mögen) hilft uns, die Auferstehungskraft zu kennen, die Gott in Christus wirksam werden ließ, als er ihn von den Toten auferweckte. Die griechischen Wörter in dieser Aussage weisen alle auf Gottes Kraft hin.

DIESELBE KRAFT, DIE CHRISTUS VON DEN TOTEN ERWECKT HAT, IST HEUTE IN DIR!

Wir haben dieselbe Kraft, denn als Gott Christus von den Toten auferweckte, da wurden auch wir mit ihm erweckt (siehe Kolosser 3,1).

„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“
2. Korinther 5,17

Dein neues, wiedergeborenes Ich ist vom Grab auferstanden. Du sitzt jetzt in Christus zur Rechten Gottes, hoch über jeder Gewalt, Macht, Herrschaft und jedem Namen, der genannt wird (siehe Epheser 1,20–21). Was auch immer deine momentane Herausforderung ist, wenn es einen Namen hat, dann hat Gott dich weit darüber erhöht.

Als Christus sich zur Rechten Gottes setzte, da setzten auch wir uns, die wir in ihm sind (siehe Epheser 2,6). Zu sitzen ist ein Bild der Ruhe. Im Alten Testament konnten sich die Priester, die in der Stiftshütte ihren Dienst verübten, nie hinsetzen, weil ihre Arbeit nie getan war. Jesus hingegen hat sich gesetzt, weil seine Arbeit getan ist, und heute sitzen wir in ihm. Wir ruhen in seinem vollendeten Werk.

„… er wartet hinfort, bis seine Feinde als Schemel für seine Füße hingelegt werden.“
Hebräer 10,13

„wartet“ – Jesus hat eine Thron-Haltung. Das heißt, er hat sich gesetzt und erwartet, dass sein himmlischer Vater ihm all die besiegten Feinde zu Füßen legt. Das ist dieselbe Haltung, die wir heute einnehmen sollten. Setz dich (habe eine innere Haltung der Ruhe) und erwarte, dass dir deine Feinde zu Füßen gelegt werden.

Stehst du gerade vor Herausforderungen? Dann darfst du wissen, dass sie am Kreuz bereits alle überwunden wurden. Erwarte, dass dein himmlischer Vater sie unter deine Füße bringt, weil du in Christus bist.

„... und er hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben.“
Epheser 1,22

„alles“ – Durch das vollendete Werk von Jesus hat Gott dir einen Platz in Christus gegeben, und heute sitzt du in ihm. Alles ist deinen Füßen unterworfen!

Niemand sieht die Realität so, wie Gott sie sieht. Im irdischen Leben können uns unsere Augen etwas vortäuschen, aber der wahre Durchblick kommt vom Herrn. Gott sieht dich als jemanden, der seinen Platz in Christus hat, hoch über allen Dingen. Je mehr du das glaubst und in dieser Wahrheit ruhst, umso mehr wirst du es auch ganz konkret in deinem Alltag erleben.

Du bist kein Opfer deiner Umstände. Du stehst über ihnen. Da du auf Gnadenboden stehst, liegen sie unter deinen Füßen.

„Gott hat alles der Herrschaft von Christus unterstellt und hat Christus als Herrn über die Gemeinde eingesetzt.“
Epheser 1,22 NLB

„als Herrn über die Gemeinde eingesetzt“ – Wir werden erleben, wie all diese Feinde Jesus zugunsten der Gemeinde zu Füßen gelegt werden. Die Gemeinde ist kein physisches Gebäude. Die Gemeinde besteht aus vielen Gliedern im Leib Christi.

Jesus hat alle Macht, und der Teufel hat keine. Alle Autorität ist Jesus gegeben, zugunsten der Gemeinde. Solange zwei Christen glaubensvoll zusammenkommen, steht ihnen die gesamte Macht des Himmels zur Verfügung.

Solange wir nicht sehen, was Jesu Auferstehung für uns bedeutet, werden wir von Niederlagen bestimmt. Dann sind wir ständig gestresst, deprimiert und mühen uns ab. Das ist nicht Gottes Wille für dich.

Gott möchte, dass du Frieden hast – zunächst mit Gott, dann auch mit dir selbst und schließlich mit deinen Mitmenschen (siehe Römer 12,18).

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Ein Bewusstsein der Gunst Gottes schafft Intimität mit dem Herrn

Häufig sprechen wir davon, dass wir Jesus besser kennen wollen, doch das kann zu bloßer Religiosität werden, wenn es nur darum geht, bestimmte Kriterien zu erfüllen (z. B. mehr die Bibel zu lesen, mehr in Zungen zu beten etc.). Diese Dinge sind alle gut und wir ermuntern dazu. Aber wenn du deine Bibel nicht liest, solltest du dich nicht schuldig fühlen; du solltest dich hungrig fühlen.

Schlage die Bibel nicht mit dem Ziel auf, dich bei Gott beliebt zu machen. Du bist bereits beliebt bei ihm. Du stehst bereits in seiner Gunst. Schlage die Bibel mit dem Ziel auf, mehr über ihn in Erfahrung zu bringen und zu entdecken, wer du in ihm bist.

Unser komplettes Erbe in Christus ist in der Bibel zu finden. Die Bibel sagt uns, wer Gott ist, wer Christus ist und wer wir in ihm sind. Es ist in unserem eigenen Interesse, so viel wie möglich über Jesus in Erfahrung zu bringen. Wenn wir wissen, was er für uns auf Lager hat, können wir es auch in Anspruch nehmen. Der Bibel zufolge sind wir Miterben von Christus (siehe Römer 8,17a)!

Wenn wir sehen, was Christus hat, haben wir den Glauben, es auch in Anspruch zu nehmen.

Aber wie können wir Gott und seine Auferstehungskraft wirklich kennen?

„... und in ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens, um Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung“.
Philipper 3,9–10a

„ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe aus dem Gesetz“ – Das Gesetz kann sich auf die Tora beziehen, die ersten fünf Bücher des Alten Testaments, oder auch speziell auf die Zehn Gebote. In diesem Zusammenhang bezieht Paulus sich auf die Zehn Gebote.

„Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens“ – Paulus unterscheidet klar zwischen Selbstgerechtigkeit, die aus einem Streben nach guten Werken und Vollkommenheit erwächst, und der Gerechtigkeit, die in Christus zu finden ist, eine Gerechtigkeit aus Glauben.

Du kannst dir Gottes Gunst und Segen nicht durch deine guten Taten verdienen. Wenn du Jesus hast, hast du das Geschenk der Gerechtigkeit, rein und ganz durch seine unverdiente Gunst. Du kannst dir diese Gerechtigkeit nicht verdienen oder sie dir erarbeiten. Sie ist ein Geschenk, kostenlos!

Heute können wir, die wir von uns aus überhaupt nicht gerecht sind, die göttliche Gerechtigkeit empfangen, die Jesus uns am Kreuz gegeben hat (siehe 2. Korinther 5,21).

Aufgrund des herrlichen Austausches am Kreuz haben wir Zugang zur Gunst Gottes. Durch das, was Jesus getan hat, strömt heute die gesamte Gunst Gottes zu dir.

„um Ihn zu erkennen“ – Wenn du glaubst, dass du aus Glauben gerecht bist, glaubst du dem Evangelium, und das erfreut Gott ungemein. Das ist es, was Gott heute Menschen vermitteln möchte: dass er nicht böse auf sie ist. Er liebt sie so, wie sie sind, und er hat ihnen seinen Sohn Jesus gegeben, um für ihre Sünden am Kreuz zu sterben, damit sie leben und ihn kennen können.

Jesus hat alles bezahlt, damit du seine stellvertretende Rolle für dich persönlich annehmen und alles bekommen kannst, was er dir durch seinen Tod ermöglicht hat.

Es ist nicht Jesus + meine Heiligkeit oder Jesus + meine guten Werke. Du darfst Jesus nicht bloß zu einem Teil einer Gleichung machen. Er ist die gesamte Gleichung. So gut deine Taten auch sein mögen, du kannst sie dir nicht als Verdienst anschreiben, um Gottes Gunst zu gewinnen. Was das betrifft, zählt allein Christus. Es ist allein das vollendete Werk von Christus, das uns aus Glauben vor Gott gerecht macht.

Glauben an Christus macht dich vor Gott gerecht. Bist du einmal fest in dieser Wahrheit verankert, dass deine Sünden durch Christus vergeben sind, wirst du ihn wahrhaft kennen. Das ist der Schlüssel, um Gott zu kennen: deine wahre Stellung in Christus. In ihm bist du die Gerechtigkeit Gottes.

Sprich laut aus: „Ich bin die Gerechtigkeit Gottes in Christus.“

Das ist deine wahre Stellung. Du hast zwar immer noch das, was die Bibel als „Fleisch“ bezeichnet, und du magst immer noch in Sünde fallen, aber du bist heute in Christus und Gott sieht dich in seinem perfekten Sohn, Jesus Christus. Je mehr du diese Wahrheit kennst und dir zu Eigen machst, desto mehr wirst du Gott kennen und desto mehr bekommst du die Sünde in den Griff.

„… es werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen; denn ich werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten, und an ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken.“
Hebräer 8,11–12

Nicht durch die Predigt von Sünde und Buße werden viele Menschen für Gott gewonnen, sondern durch die Predigt seiner Gnade durch das vollendete Werk von Christus. Wir können den Herrn intuitiv und intim kennen, weil all unsere Sünden vergeben sind und er nie wieder an irgendeine unserer Ungerechtigkeiten und Gesetzlosigkeiten denken wird.

Da wir ihn intuitiv kennen, steht in der Bibel, dass er unser Gott ist und wir sein Volk sind. Er gibt uns heute seine Gebote in den Sinn und schreibt sie auf unsere Herzen (siehe Hebräer 8,10). Die Sündenvergebung ist die Klausel, die all diese Vorzüge in Kraft setzt.

Indem du immer fester in deiner Gerechtigkeit in Christus gegründet wirst, wirst du nicht nur Christus kennen, sondern auch seine Auferstehungskraft.

Um seine Auferstehungskraft konkret zu erleben, musst du sie zunächst kennen. Wenn du in der Wahrheit deiner Gerechtigkeit in Christus verankert wirst, lernst du ihn ganz persönlich kennen und damit auch seine Auferstehungskraft – in jedem Lebensbereich.

Joseph Prince betet für Menschen, die an folgenden Problemen leiden:

  • Gedanklich bedingte Schlafstörungen
  • Depression

Joseph Prince ermuntert uns, auch die nächsten Sonntage wieder mit dabei zu sein. Es gibt noch so viel mehr, was er über unser Erbe in Christus sagen will, und über den wunderbaren Retter, der für uns gestorben ist. Er möchte über uns wachen, sich um uns kümmern, eine Beziehung zu uns haben und uns ganz praktisch helfen.

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Übergabegebet

„Himmlischer Vater, ich danke dir, dass Christus für meine Sünden gestorben ist. Ich danke dir. Alles, was ich als Kind Adams war, wurde mit Christus am Kreuz beendet. All meine Sünden, all meine Krankheiten, sind hinweggetan. Und ich danke dir, Vater, dass ich mit auferstanden bin, als Christus von den Toten auferstand. Danke, Vater. Jesus Christus ist mein Herr, und ich glaube, dass du mich für gerecht erklärt hast. Ein heiliger Gott hat mich gerechtgesprochen. Danke, Vater. Jesus Christus ist mein Herr. Im Namen Jesu. Amen.“


Schlussgebet

„Der Herr segne dich in dieser Woche mit dem Segen des Vaters Abraham und den Segnungen aus 5. Mose 28. Der Herr bewahre dich und die Deinen in dieser Woche vor dem Coronavirus, vor jeder Krankheit und vor jeder Gefahr, vor Schaden, dem Bösen und allen Mächten der Finsternis, im Namen des Herrn Jesus Christus.

Der Herr schenke dir diese Woche seine besondere Gunst. Mögest du seine Gunst ganz konkret erleben, weil du auf Gnadenboden stehst. Mögest du in dieser Woche das auf ganz praktische Weise erfahren, im Namen von Jesus. Preis dem Herrn. Der Herr ist dir freundlich gesinnt und gebe dir jetzt seinen Schalom: seine Ganzheit, seinen Frieden und sein Wohlsein in jedem Teil deines Körpers, im Namen des Herrn Jesus Christus. Und alle Leute sagen: Amen.“


MACH ES DIR ZU EIGEN (Lebensanwendung)

Lasst uns an diesem Auferstehungssonntag daran denken: Die Auferstehung von Jesus ist der Beweis, dass Gott uns all unsere Sünden vergeben und uns durch das Sühnewerk seines Sohnes am Kreuz gerecht gemacht hat (siehe Römer 4,25).

Heute, weil du in Christus gerecht bist, kannst du dir sicher sein, dass du für immer von seiner Gnade getragen wirst! Das hängt nicht von deinen guten Werken ab, sondern von dem vollkommen Werk, das Jesus am Kreuz vollbracht hat. Sei es dein Familienleben, deine Beziehungen oder deine Berufslaufbahn – der Herr möchte, dass du seine unverdiente Gnade im Überfluss erlebst. Sie sorgt dafür, dass dir alles zum Guten dient.

Römer 5,2 verrät uns, wie wir unseren Platz auf dem Gnadenboden einnehmen und Gottes Gunst dort erleben können, wo wir sie am meisten brauchen, nämlich durch den Glauben.

Glaube ist ganz simpel. Er wirkt einfach, indem man etwas glaubt und es ausspricht (siehe 2. Korinther 4,13).

In diesem Sinne lass heute und in dieser Woche dein Herz zur Ruhe kommen und bekenne Folgendes über dein Leben:

„Ich bin die Gerechtigkeit Gottes in Christus und ich nehme meinen Platz auf dem Gnadenboden ein. Was meine Situation betrifft [nenne hier deine jeweilige Situation, z. B. eine Familiensituation, ein gesundheitliches Problem], kann ich erwarten, dass Gott alle Dinge für mich zum Guten führt. Ich vertraue darauf: Weil ich die Gunst Gottes habe, sitze ich unter dem Schirm des Höchsten, unter dem Schatten des Allmächtigen. Ich bin bewahrt, versorgt und gut umsorgt!“

Wir hoffen, dass dich diese Predigtnotizen gesegnet haben! Wenn ja, dann schau oder hör dir doch auch die Predigt an und lass den Herrn ganz persönlich zu dir sprechen.


Copyright © 2021 Joseph Prince. Diese Predigtnotizen wurden von freiwilligen Mitarbeitern während des Gottesdienstes erstellt. Sie stellen keine wortwörtliche Wiedergabe der Predigt dar. Alle Rechte vorbehalten. Alle schriftlichen Bibelzitate sind, sofern nicht anders angegeben, aus der Schlachter Bibel entnommen. Bibeltexte der Schlachter, Copyright © 2000 Genfer Bibelgesellschaft. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten. Alle Rechte nach internationalem Urheberrecht vorbehalten. Inhalte dürfen ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Autors weder ganz noch teilweise in irgendeiner Form reproduziert werden.